Erasmus+ Treffen in Barcelona

Tracing our European spirit

Vier Schülerinnen und zwei Professorinnen des RG Lambach hatten die Gelegenheit, im Rahmen des Erasmus+ Programms die katalanische Hauptstadt Barcelona, eine Schule sowie Land und Leute kennenzulernen. An diesem dreijährigen Programm mit insgesamt sieben Treffen in verschiedenen Ländern sind Schulen aus Polen, Rumänien, Zypern, Griechenland, Spanien und Österreich beteiligt. Neben einem umfangreichen Besichtigungsprogramm konnten wir Einblick in den Schulalltag einer innovativen Privatschule gewinnen. Die Schule zeichnet sich dadurch aus, dass es keine Schulbücher gibt, sondern es wird nur mithilfe elektronischer Medien gelernt. Alle Schülerinnen und Schüler arbeiten im Unterricht mit Tablets. Das Unterrichtsjahr ist in jeweils sechswöchige Projektphasen aufgeteilt und die Lernenden bekommen keinen klassischen „Schulstoff“ vermittelt, sondern am Beginn eines Projekts steht eine Aufgabe, die gelöst werden muss. Dabei sind die Inhalte von unterschiedlichen Unterrichtsfächern hilfreich. Sehr großer Wert wird in dieser Schule auf die Vermittlung sozialer Kompetenzen gelegt, und das wirklich erfolgreich, wie wir feststellen konnten. Demgegenüber steht aber die enorme Ablenkung, die durch den Gebrauch der Tablets, Handys und Notebooks gefördert wird. Manche Schülerinnen und Schüler verbrachten eine ganze Unterrichtseinheit mit Videospielen oder sahen sich Filme an, anstatt zu lernen.
 
Unser Besichtigungsprogramm war sehr umfangreich. Besichtigt wurde unter anderem: Ciutadellapark, Sagrada Familia, Gotisches Viertel. Darüber hinaus wanderten wir auf den Spuren Antonio Gaudís durch das modernistische Viertel, besichtigten den Hafen und entdeckten das mittelalterliche Barcelona im Mercat del Born. 
 
Die Schülerinnen, untergebracht in Familien, durften deren Gastfreundschaft genießen, am Familienleben teilnehmen und somit den Alltag von katalanischen Familien kennenlernen. 
Nationenübergreifende Freundschaften konnten bei schulischen Projekten wie einem Kunstworkshop, bei dem die Schülerinnen und Schüler Farben aus Pigment und Eidotter mischten und selbständig angefertigte Zeichnungen bemalten, gemeinsamem Kochen oder Schatzsuchen und Schnitzeljagden geschlossen werden.
 
Wir sind sehr dankbar dafür, dass die Europäische Union solche Projekte ermöglicht und fördert, denn der Austausch zwischen den Kulturen, die nationenübergreifenden Freundschaften, die sich entwickeln, und die bereichernden persönlichen Erfahrungen können nicht hoch genug geschätzt werden.
 
 
Dr. Michaela Baur, Mag. Claudia Ambrus-Filzmoser
 

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