Es darf gesprüht werden – Eins, Zwei und FARBE los!

Text und Fotos: Mag. Ida Kroismayr

Die 4a-Klasse und ihre Mural-Tour durch Linz

Wie angekündigt, besuchte die 4a‑Klasse am 10. April gemeinsam mit Künstler Mag. Michael Heindl, Frau Prof. Obermaier und mir den Linzer Hafen. Dort erwarteten uns teilweise überdimensional große Graffitis und wir staunten nicht schlecht ob der vielen Farb- und Bildeindrücke an den Gebäuden.

Doch nicht nur visuell waren wir einer wahrlichen Reizüberflutung ausgeliefert, auch sportliche Elemente kamen beim Ausflug nicht zu kurz. Denn nachdem die Schülerinnen ihren Arbeitsauftrag für den Hafen erfahren hatten, der beinhaltete, möglichst viele vorgegebene Graffiti zu fotografieren, stürmten sie, einer Horde Paparazzi gleich, los, um die besten Bilder zu schießen. Wahrlich kein Unterfangen für unsportliche „Couch-Potatos“!

Nach dem Rundgang, bei dem uns Mag. Heindl viele interessante Details über die Arbeiten im Hafen erzählen konnte, ging es weiter zur Tabakfabrik in Linz. Hier lasen wir über die Architektur vergangener Epochen und bestaunten sie dann sogleich – Anschauungsunterricht vom Feinsten!

Das Highlight an diesem Tag war jedoch wohl die Live-Graffiti-Vorführung von Mag. Heindl auf einer sogenannten „Legal-Wall“. Hier durften sich die SchülerInnen der 4a-Klasse verewigen (siehe Foto „4ARGL“) und konnten sich gleich einmal von den meisterlichen Spraykünsten des Künstlers überzeugen. Die Vorfreude auf den eigentlichen Workshop in der Schule erreichte hier sicherlich ihren vorläufigen Höhepunkt.

 

Es darf gesprüht werden – Eins, Zwei und FARBE los!

Am 17. April war es dann soweit, der Aufenthaltsraum der Schule war mit Folien ausgelegt, Stehleitern standen bereit und Mag. Heindl stellte zig Spraydosen und sonstiges Equipment zur Verfügung.

Nach den Entwürfen der SchülerInnen fertigte Mag. Heindl zuerst die Vorzeichnungen an den Wänden an und sorgte für eine optimale Aufteilung der Motive im Raum. Dann bekamen die SchülerInnen die Spraydosen in die Hand und es durfte losgelegt werden.

Gott sei Dank waren die SchülerInnen in zwei Gruppen aufgeteilt, denn der Sprühnebel, der sich unweigerlich ausbreitete, war trotz Maske nicht zu unterschätzen. Auch mehrere Stunden nach dem Workshop lag noch ein leichter Dimethylether- und Lösungsmittelgeruch in der Luft.

Alles in allem war es ein definitiv gelungener Workshop, bei dem alle ihr Bestes gegeben haben. Die Ergebnisse können sich jedenfalls sehen lassen und ab jetzt können die SchülerInnen des RG Lambach in einer wahrlichen Dschungeloase zwischen Faultieren, Elefanten und (harmlosen) Schlangen ihre Pausen verbringen.

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