Mit Erasmus in Mittelfinnland
Im Rahmen unseres Erasmus+-Projekts hatten neun Schülerinnen und Schüler der 6. und 7. Klasse gemeinsam mit Prof. Eisterlehner und Prof. Freudenthaler im Jänner 2026 die Gelegenheit, eine Woche an der Petäjäveden Lukio (Petäjävesi Upper Secondary School) in Zentralfinnland zu verbringen. Diese Kooperation ist eine von vier Erasmus+-Partnerschaften, die unsere Schule in diesem Schuljahr pflegt, und eine vom Erasmus+-Programm der Europäischen Union kofinanzierte Mobilität.
Der Austausch war jedoch nicht nur eine Reise in ein anderes Land, sondern vor allem ein gelebter Ausdruck jener europäischen Werte, die Erasmus+ trägt: Offenheit, kultureller Austausch, gemeinsames Lernen, Respekt und gelebte Demokratie.
In Workshops, Projekten und Aktivitäten stand dabei stets das zentrale Ziel im Vordergrund: Verständnis füreinander entwickeln und voneinander lernen. Inhaltlich lag der Schwerpunkt auf physischer und psychischer Gesundheitsförderung im Kontext von Klimaschutz und Nachhaltigkeit und der europäischen Identität.
Ein wesentlicher Schwerpunkt der Woche waren Workshops an der Petäjävesi Upper Secondary School, die sich mit Grenzen des Wohlbefindens, interkulturellen Gemeinsamkeiten und Unterschieden sowie der Frage beschäftigten, was es bedeutet, Europäer:in zu sein. Besonders spannend war auch die Zusammenarbeit mit der Erasmus+-Gruppe aus Agen (Frankreich), die zeitgleich eine Mobilität in Petäjävesi absolvierte. Durch das Zusammentreffen dreier Nationen entstanden äußerst vielfältige Perspektiven – nicht nur auf Unterschiede, sondern vor allem auf Gemeinsamkeiten.
Das gemeinsame Abenteuer begann jedoch schon einige Wochen davor: Im November besuchte die Gruppe aus Petäjävesi das RG Lambach.
Beim Rundgang durch unsere historischen Gemäuer des Stiftes, geführt von einem Schüler der 7. Klasse, erhielten die finnischen Gäste faszinierende Einblicke in unser Haus und unsere Traditionen. In unterschiedlichen Workshops zu kulturellen Gemeinsamkeiten und Unterschieden, zur europäischen Identität sowie in gemeinsamen Aktivitäten – vom österreichischen Frühstück bis zu Exkursionen nach Linz (Ars Electronica Center), Wels (Römermuseum) und einem Ausflug nach Hallstatt – wurden zentrale Erasmus+-Werte wie Teamarbeit, Diversität, Inklusion und interkulturelles Lernen nicht nur thematisiert, sondern aktiv erlebt.
Der Austausch mit Petäjäveden Lukio hat eindrucksvoll gezeigt, wie vielfältig und gleichzeitig wie geeint Europa sein kann. Die Jugendlichen kehrten mit neuen Freundschaften, erweitertem Horizont und einem tieferen Verständnis demokratischer und europäischer Werte nach Hause zurück. Besonders bereichernd war der direkte Kontakt zwischen den Jugendlichen, die in den Projektphasen immer wieder feststellten, wie viel sie trotz unterschiedlicher Herkunft verbindet. Viele Freundschaften, die weit über die eigentliche Mobilität hinaus bestehen, wurden geknüpft und werden weiter gepflegt.
Erasmus+ bedeutet: Grenzen überwinden, Verständnis schaffen, Zukunft bauen.
Unsere gemeinsame Zeit hat all diese Werte sichtbar und erlebbar gemacht.
Besonders freut uns, dass wir diese Kooperation nächstes Schuljahr weiterführen werden – und wir freuen uns schon jetzt auf das nächste Kapitel unserer europäischen Zusammenarbeit!
Mag. Lisa Raffelsberger